Projekte
Machbarkeitsprüfung für ein träger-übergreifendes Umsetzungsprojekt
der Allianz
Um es gleich zu Beginn vorwegzunehmen: Am 20.5.2009 kam die Steuersitzung der Allianz zur Einschätzung, dass ein "trägerübergreifendes Umsetzungsprojekt" wie es das Konzept vorsieht, d.h. mit gemeinsamer Finanzierung und Gründung einer Rechtkörperschaft für die Allianz, derzeit nicht realisierbar ist. Nicht desto trotz soll an dieser Stelle über die Inhalte und den Prozess zu einem gemeinsamen Umsetzungsprojekt zusammenfassend informiert werden.
In der konstituierenden Sitzung der Wiener Allianz für Gesundheitsförderung am 15.3.2007 wurde die prinzipielle Entscheidung für die Umsetzung eines ersten trägerübergreifenden Gesundheitsförderungsprojektes getroffen. Mit "Gesundheitsförderndes Altern für Mitarbeiter/innen" konnte rasch eine Einigung über die thematische Ausrichtung eines gemeinsamen Projektes zwischen den Allianzpartnern gefunden werden.
Da es von Anfang an klar war, dass bis zu einem Start eines großen trägerübergreifenden Projekts viele Details geklärt und Schritte mit allen Allianzpartnern abzustimmen sind, wurde das Ludwig Boltzmann Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie mit einer "Machbarkeitsstudie" beauftragt.
In einem einjährigen Konsensprozess - mit mehreren "Schleifen" - wurde mit den Allianzpartnern das inhaltliche Konzept, Projektdesign und Möglichkeiten der Finanzierung festgelegt.
Folgende Grafik zeigt das Projektdesign, bei dem Maßnahmen zu "Alternsgerechte Arbeitskarrieren" im Zentrum stehen:

Die Gesamtkosten für das 3-jährige Projekt wurden bei etwa 400.000 € kalkuliert. Umsetzungsbedingung für alle Allianz-partner war von Anfang an eine Teilfinanzierung bzw. Förderung durch Dritte. Mit dem FGÖ wurden diesbezüglich positive Sondierungsgespräche geführt.
Letztlich waren es aber die an eine Förderung geknüpften Bedingungen, die sich derzeit als zu große Hürde für ein gemeinsames Projekt herausstellten: Die Gründung einer rechtsverbindlichen Form (Verein, AG), die als Antragsteller fungieren kann, die Bereitschaft eines Allianzpartners als operative Geschäftsführung zu agieren und die noch vor einer Förderzusage durchzuführenden (EU-weiten) Ausschreibungs-verfahren für die Projektleitung bzw. -auftragnehmer.
Resümierend bleibt aber nicht nur das Scheitern an zu ambitionierten Zielen für ein gemeinsames Projekt, sondern auch von positiven Impulsen aus dem gemeinsamen Vorbereitungs- und Diskussionsprozess zu berichten. Das Thema "Gesund Altern am Arbeitsplatz" war die richtige Wahl und wird in vielen Einzelinitiativen der Allianzpartner - beispielsweise dem Schwerpunktthema "Productive Ageing" des KAV, dem BGF-Projekt "Geh Mit" mit Schwerpunkt "ältere MitarbeiterInnen" der AUVA oder der Teilnahme am Projekt "Fit für Zukunft – Arbeitsfähigkeit erhalten" einiger Einrichtungen der Allianzpartner - "letztlich" doch umgesetzt.




