Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser

Ansprechperson für die Wiener Allianz
Mag. Manfred Philippich, Abteilungsleiter Personalentwicklung

Der gemeinnützige privatrechtliche Fonds Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) – www.häuserzumleben.at – betreibt 30 Pensionisten-Wohnhäuser, die 30 Häuser zum Leben, in fast allen Bezirken Wiens. Mit über 4.200 MitarbeiterInnen und einem Angebot von rund 9.000 Pflege- und Betreuungsplätzen sowie den 150 PensionistInnenklubs der Stadt Wien ist das KWP Österreichs größter Anbieter im Bereich der Pflege- und Betreuung von Senioren und Seniorinnen.

Das KWP ist ein wichtiger Partner im Gesundheits- und Sozialsystem der Stadt Wien. Es ist eine anerkannte Einrichtung nach den Förderrichtlinien des Fonds Soziales Wien (FSW), welche die BewohnerInnen im Bedarfsfall aus Finanzmitteln der Stadt Wien fördert.

Gesundheitsförderung hat im Unternehmen in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert erhalten. Dies zeigt sich besonders anschaulich beim Projekt „Ask & Go“, welches 2019 mit dem 2. Preis beim Wiener Gesundheitspreis ausgezeichnet wurde.


Mag.a Gabriele Graumann (links), Geschäftsfüherin 
des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser 
und Amina Helmy (rechts), Gesundheitsbeauftragte 
des KWP bei der Preisverleihung des Wiener 
Gesundheitspreises, © KWP/Horak

Durch vorbildliche Implementierung der Betrieblichen Gesundheitsförderung mit Projekten wie beispielsweise den „Ask & Go“- Runden, dem Schwerpunkt GuG- Gesundheitskompetenz und Gesprächsqualität, dem Gesundheitszirkel- und ErgonomielotsInnenproramm, der Sensibilisierungsmaßnahe „Bewegung ins Leben“ und weiteren Schwerpunkten aus den Bereichen Diversität und Wiedereingliederung, wird dem Unternehmen das BGF-Gütesiegel für den Zeitraum 2020 - 2022 verliehen.

Die 30 Häuser zum Leben bieten ein individuell abgestimmtes Leistungsangebot:

  • Unterstütztes Wohnen: Für SeniorInnen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr zu Hause leben können oder wollen (soziale Indikation); eine Pflegegeldstufe ist nicht erforderlich; eine Betreuung kann nach Bedarf in Anspruch genommen werden.
  • Betreutes Wohnen: Dieses Angebot richtet sich an SeniorInnen, die einen Betreuungs- und Pflegebedarf mit einer Pflegegeldstufe (1 bis 7) haben. Für jede/-n BewohnerIn wird individuell abgestimmtes Betreuungsprogramm erstellt.
  • Gepflegt Wohnen: Dieses Angebot ist auf die Bedarfe jener SeniorInnen abgestimmt, die 24 Stunden Betreuung und Pflege (ab Pflegegeldstufe 3) durch qualifizierte Fachkräfte benötigen.
  • Remobilisations-Stationen in den Häusern Wieden, Atzgersdorf und Gustav Klimt für SeniorInnen mit Einschränkungen der Mobilität.
  • Tag.Familien für Menschen mit Demenz in allen Häusern zum Leben. 
  • Eigenes Betreuungszentrum für Menschen mit demenziellem Krankheitsbild im Haus Rosenberg.
  • Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen und sozialpsychiatrischem Betreuungsbedarf in den Häusern Mariahilf und Neubau.
  • Pflege und Betreuung für Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Zu- und Angehörigen-Entlastung mit kurzfristiger Entlastungspflege für Pflegebedürftige ab 60 Jahren und mit Übernachtungsmöglichkeit für Zu- und Angehörige im Pensionisten-Wohnhaus.
  • KWP-Flüchtlingshilfe.
  • Generationenprojekte mit Kindergärten und Schulen als auch
  • StudentInnenwohnen für ein intergeneratives Miteinander in den Häusern zum Leben.
  • Mitglied der Plattform Demenzfreundliches Wien, um für mehr Bewusstseinsbildung und Akzeptanz zu sorgen, um die Lebensqualität für Betroffene und Zu- und Angehörige zu erhöhen.


© KWP/Horak

Gesundheitsfördernde Angebote und Maßnahmen im KWP

Es gibt eine Reihe von Projekten, Angeboten und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung von BewohnerInnen, MitarbeiterInnen, Zu- und Angehörigen, für BesucherInnen der PensionistInnenklubs, als auch GrätzelbewohnerInnen im KWP.

  • Bewegung in`s Leben: Mobilitätsintervention. Ziel ist dabei durch ein spezielles und gezieltes Trainingsprogramm BewohnerInnen für einen möglichst langen Verbleib in ihren Wohnungen zu befähigen.
  • Ein weiterer und wichtiger Aspekt des betrieblichen Gesundheitsmanagements für BewohnerInnen ist die Ernährung. Bei der Erstellung der Ernährungsangebote wird auf saisonale, regionale und biologische Angebote Wert gelegt, wobei auch auf Wünsche der BewohnerInnen eingegangen wird. Auch am Markt.Platz, welcher in jedem Haus implementiert wurde, werden den BewohnerInnen saisonales Obst, gesunde Säfte und Snacks angeboten.
  • Die "Gesunde Jause" verbindet ausgewogene Ernährung mit sozialer Interaktion, Bewegung, geistiger und mentaler Aktivität.
  • Mit dem speziellem Angebot LIMA (Lebensqualität im Alter) wird die Selbstständigkeit der BewohnerInnen und KlubbesucherInnen durch gezieltes Gedächtnistraining und Bewegungstraining gefördert.
  • Generationen bewegen: ein intergeneratives Projekt der Wiener Gesundheitsförderung fördert die Vernetzung mit anderen Organisationen, (Kindergärten, Schulen und Vereinen) um „Spiel, Spaß, Bewegung und Gesundheit“ der Generationen zu fördern.
  • Das Angebot StudentInnenwohnen im KWP bietet unterschiedlichsten Generationen die Möglichkeit der Vernetzung, der Begegnung und der Kommunikation.
  • Gesunder Klub Reloaded: Mittels Fortbildung erwerben MitarbeiterInnen der PensionistInnenklubs die Kompetenz, als MultiplikatorInnen zum Thema Gesundheitsförderung für KlubbesucherInnen fungieren zu können.
  • SeniorInnen unterwegs: Im Rahmen der Aktion SeniorInnen unterwegs haben BewohnerInnen und Wiener SeniorInnen die Möglichkeit mit Halbtagesausflügen Erholungsgebiete kennen zu lernen.
  • Urlaubsaktion und Halbtagesausflüge der Wiener PensionistInnenklubs: „SeniorInnen unterwegs“ bietet den BewohnerInnen, BesucherInnen der PensionistInnenklubs als auch Wiener SeniorInnen die Möglichkeit Erholungs-, und Urlaubsziele kennen zu lernen und soziale Kontakte zu knüpfen.
  • KWP ist Mitglied der Plattform Demenzfreundliches Wien, um für mehr Bewusstseinsbildung und Akzeptanz zu sorgen, um die Lebensqualität für Betroffene und Angehörige zu erhöhen.
  • Gesundheitsfördernde Konzepte in der stationären Pflege, z.B.
    Im Rahmen der Pflege werden unterschiedlichste Methoden und Konzept angewandt, wobei im Besonderen auf das Erhalten oder das Wiedererlangen der Bewegungsfähigkeit und Mobilität, als auch auf Aktivierung und Reaktivierung der Selbstpflegekompetenz und Selbständigkeit geachtet wird. Methoden und Konzepte werden individuell auf Bedarfe der zu pflegenden BewohnerInnen abgestimmt.
    • Bobath Konzept: Die Bewegungsfähigkeit der zu pflegenden BewohnerInnen wird durch geschulte Pflege- und Betreuungspersonen reaktiviert. Mit dem Ziel, die Selbstständigkeit im Alltag wiederzuerlangen.
    • Kinästhetik: Pflege- und Betreuungspersonen aktivieren BewohnerInnen bei der Mithilfe, Unterstützung im Bereich der Mobilisation, kennen körperliche Entlastungsmöglichkeiten und nützen diese.
    • Sensorische Aktivierung: Ganzheitliche Betreuung und Pflege um BewohnerInnen bei der Erhaltung der Alltagskompetenzen, Mobilität und Eigenaktivität zu unterstützen.
    • Validation: Ein Schulungskonzept für Pflege- und Betreuungspersonen für gelingende Kommunikation von Menschen mit demenziellem Krankheitsbild.
    • Aromapflege: Orientiert sich an den Bedürfnissen der zu pflegenden und zu betreuenden BewohnerInnen.
    • und weitere Methoden…

 


© KWP/Horak

Gesundheitsfördernde Konzepte im Bereich der Betreuung, z.B.

Im Rahmen der Betreuung werden verschiedenste gesundheitsfördernde Aktivitäten und Methoden angeboten, wobei im Besonderen auf eine ganzheitliche Gesundheitsförderung der Zielgruppen BewohnerInnen und KlubbesucherInnen geachtet wird. Aktivierende Angebote sind für den alten und alternden Menschen von Bedeutung um Rückzug, soziale Isolation und Einsamkeit vorzubeugen, und um weiterhin Teilhabe und Partizipation zu ermöglichen.

  • Sensorisches und/oder klassisches Gedächtnistraining um die Orientierungsfähigkeit, Merkfähigkeit, Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit der BewohnerInnen und KlubbesucherInnen zu fördern/ zu erhalten.
  • Bewegung- Gymnastik, Nordic Walking, Smovey, Tanz, Entspannung um die Mobilität, Bewegungsfähigkeit und Lebensfreude der BewohnerInnen und KlubbesucherInnen zu fördern, aktivieren oder zu reaktivieren.
  • Kreatives Gestalten um die Kreativität, Fantasie, Schaffens- und Gestaltungsfreude der teilnehmende SeniorInnen zu fördern oder wenn Worte verloren gehen, (z. B. bei einem demenziellen Krankheitsbild) sich ausdrücken und mitteilen können.
  • Geragogisches oder therapeutisches Kochen um die Alltagskompetenzen, als auch die Eigenaktivität der BewohnerInnen anzuregen und um soziale Interaktion und Kommunikation zu fördern.
  • Entspannung mittels Angeboten wie Yoga, Qi Gong, Fantasiereisen, Spaziergänge in der Natur. Dies sorgt für Entspannung, Ausgleich und psychisches Wohlbefinden der BewohnerInnen und KlubbesucherInnen.
  • und weitere Methoden…


© KWP/Horak

Weitere allgemeine gesundheitsfördernde Angebote für BewohnerInnen, MitarbeiterInnen, Zu- und Angehörige im KWP

  • GuG - Gesundheitskompetenz und Gesprächsqualität, ein in Kooperation mit der WiG (Wiener Gesundheitsförderung) in drei Pilothäuser umgesetztes Projekt. Es trägt zur Verbesserung der Kommunikationsqualität als auch Sensibilisierung zu gesundheitsrelevanten Themen im KWP bei.
  • Einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten speziell ausgebildete ErgonomielotsInnen, welche in allen Häusern tätig sind und im Bedarfsfall hinzugezogen werden können.
  • Gesundheitszirkel werden in jedem Haus 3 x jährlich abgehalten. Diese werden von geschulten GesundheitszirkelmoderatorInnen geleitet. Ergebnisse der Gesundheitszirkel fließen in gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Häusern mit ein.
  • Ernährungsberatung – von KWP internen DiätologInnen wird bei Bedarf Ernährungsberatung angeboten.
  • Im KWP angestellte ErgotherapeutInnen unterstützen BewohnerInnen bei der Erhaltung ihrer Mobilität und Selbstständigkeit.
  • Beratende Gespräche werden im Bedarfsfall von angestellten PsychologInnen und SozialarbeiterInnen, als auch diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen angeboten.
  • Der Zu- und Angehörigenbeirat ZAB ist ein unternehmensweit gewähltes Gremium aus rund 30 BeirätInnen, dessen Zusammensetzung sich an den Dimensionen der Diversität orientiert. Der ZAB bildet einen Querschnitt der Anspruchsgruppe und bündelt und repräsentiert die Interessen derselben. Er agiert nicht auf der Ebene einzelner Häuser, sondern kommuniziert direkt mit der Geschäftsleitung über zentrale, strategische Belange. Zudem ist der ZAB aktiv in Projekte und Prozessentwicklungen eingebunden.

 
© KWP/Horak

Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser
Seegasse 9
1090 Wien
+43 (0)1 313 99 0
www.häuserzumleben.at

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